20.Dezember 2011 Vitamin D: Das Wundermittel

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Es schützt gleichzeitig vor Knochenbrüchen, Krebs, Diabetes, Multipler Sklerose und Depressionen. Das neue Wundermittel kann so einiges. Dieser Eindruck kann zumindest entstehen, wenn man sich einige Veröffentlichungen der letzten Jahre ansieht, kann leicht den Eindruck gewinnen, dass man es nun mit einem neuen Wundermittel zu tun hat.
Die Rede ist erstaunlicherweise nicht von einem hoch entwickelten Pharmaprodukt, sondern von einem alten Bekannten – Vitamin D. Der Alleskönner schützt gleichzeitig vor Knochenbrüchen, Krebs, Diabetes, Multipler Sklerose und Depressionen. Immer mehr Studien legen ein ganzes Spektrum an möglichen Wirkungen offen. Dadurch ist das Cholecalciferol – so lautet nämlich die Fachbezeichnung – zum neuen Mode-Vitamin avanciert.
Vitamin D ist nicht nur hoch wirksam und gesund sondern auch eines von nur zwei Vitaminen, von denen man in Deutschland zu wenig bekommt. Laut der Nationalen Verzehrsstudie II des Bundesforschungsinstituts für Ernährung und Lebensmittel aus dem Jahr 2008 erreichen insgesamt 82 Prozent der Männer und 91 Prozent der Frauen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin D nicht. Andere Studien besagen sogar, dass über die Hälfte der deutschen Bevölkerung zumindest im Winter einen viel zu niedrigen Spiegel des Vitamins im Blut hat. Bisher war die Marke für Kinder und Erwachsene bei 5 Mikrogramm oder 200 Internationalen Einheiten (IE) pro Tag angesetzt.
Angesichts der neuesten Erkenntnisse hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) beschlossen, neue Referenzwerte für die empfohlene tägliche Zufuhr an Vitamin D herauszugeben.
Das Problem ist aber, dass die meisten Deutschen über die Nahrung nicht einmal genug Vitamin D erreichen, um die bisherigen Richtwerte der DGE zu erreichen. Außerdem ist man im Norden Europas ohnehin nicht genug Sonne ausgesetzt, um die gewünschte Konzentration des Wundermittel zu erreichen. Sollte also die DGE ihre Richtwerte für Vitamin D wesentlich nach oben korrigieren, könnte diese Entscheidung weitreichende Folgen haben: Die höhere Tagesdosis ließe sich nämlich nur noch durch die Einnahme von Medikamenten oder durch künstlich angereicherte Nahrungsmittel erreichen.





